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Italienische Streichinstrumente

2014-01

Teil 6 - Ursprung und Entwicklung der Geigen-Familie

Der Begriff "Geige" - dies sei zur besseren Verständigung vorausgeschickt -war ursprünglich umfassender als heute: er schloss alle aus den Gamben und Lyren sich ableitenden Instrumente ein, während heute der Begriff "Geige" weitgehend synonym dem der Violine ist.

Seit langem unterliegt es keinem Zweifel mehr, dass in Oberitalien, mit den Zentren Brescia und Cremona, die Streichinstrumente der Geigenfamilie im 17. und 18. Jahrhundert ihre höchste Vollendung erfahren haben. Die Violine ist indessen nicht an den genannten Orten "erfunden" worden, so bedeutend und unübertroffen der Beitrag Brescias und Cremonas auch gewesen sein möge. Vielleicht ist sie überhaupt von keinem einzelnen erfunden worden, sondern hat sich allmählich und schrittweise von ihren Vorfahren her entwickelt.

Die Geschichte der Saiteninstrumente ist noch älter als die der Streichinstrumente. Es sei daran erinnert, dass Harfe, Laute, Gitarre und Zister (Zither) alte, zum Teil ins Altertum und ins frühe Mittelalter reichende Zupfinstrumente sind. Wie wichtig die Laute, das Begleitinstrument par excellence des Mittelalters und der frühen Neuzeit, war, geht daraus hervor, dass - auch nach der "Erfindung" der Streichinstrumente - die Geigenbauer "Lautenmacher" hießen und zum Teil noch heißen: noch heute liutaio in Italien und luthier in Frankreich.

Die Geschichte der Streichinstrumente kann nur in Umrissen skizziert werden. Die Vorbilder reichen nach Asien; das arabische Rebab war wohl das früheste Streichinstrument mit einem trapezförmigen Kästchen als Resonanzkörper und richtigen Seitenwänden, den heutigen Zargen. Das zunächst noch einsaitige Instrument wurde mit einem Bogen angestrichen. Über die Mauren kam es im 9. Jahrhundert nach Spanien und es wurde im Abendland zum mehrsaitigen Rebec weiterentwickelt. Es kamen bald zwei durchbrochene Rosetten am Halsteil der Seitenwände als erste Schall-Löcher hinzu. Ein anderes orientalisches Bogeninstrument, das bei den Kelten wieder auftauchte, war das Cruth, auch
Crwth, mit einem rechteckigen Zargenkasten, dem ersten Steg und den Schall-Löchern daneben (ein Stegfuß wurde sogar durch das eine Schall-Loch auf den Boden des Instrumentes geführt).

Das Trumscheit war die germanische Weiterentwicklung des griechischen Monochords, ein übermannsgroßes, längliches Instrument mit trapezförmigem Zargenkörper und einem so genannten Trommelsteg, der durch die ungleichmäßige Friktion der Saite mit dem Steg mehr ein Trommeln als einen ausgehaltenen Ton hervorrief. Eine weitere Variante des Trommelstegs führte zur so genannten Radleier, Vieille, bei der die Saiten durch ein drehendes Rad (nicht durch einen Bogen) angerissen wurden.

Die Vieille a archet war indessen ein mehrsaitiges Bogeninstrument und ist wohl als das Instrument der frühesten Troubadoure anzusehen. Aus ihr entwickelte sich - auch sprachlich (von dem Wort Vieille kommt nicht nur Fidel sondern auch Violine) - die Fidel, die als der eigentliche Urahn der späteren Geigeninstrumente anzusehen ist.

Die ins 12. Jahrhundert zurückreichende Fidel war ein flachgebautes, fünfsaitiges Zargeninstrument in Bassstimmung. Der Mittelteil war nur wenig eingezogen und erlaubte deshalb dem Bogen, der auch noch die Form eines wirklichen Bogens hatte, nur geringe Exkursionen. Die Schall-Löcher waren fensterartig, jedoch symmetrisch an der Stelle der späteren ff-Löcher angebracht, oft befand sich am Oberteil der Decke ein weiteres, mehr rundes Schall-Loch. Die Wirbel für die Saiten standen noch senkrecht auf einer flachen Verlängerung des Halses im Wirbelbrett.

Die Fidel wurde wohl nicht, wie später die Viola da gamba, fest zwischen die Knie bzw. Oberschenkel geklemmt, sondern mehr lose auf die Oberschenkel gestützt. Im 14. und 15. Jahrhundert kamen kleinere Formen der Fidel auf, die sogar an der Brust oder vielleicht sogar in der Nähe des Halsansatzes abgestützt wurden. Sie haben sich jedoch nicht durchgesetzt, vor allem hat sich aus ihnen kein eigentliches Diskant-Instrument entwickelt.

Die Fidel entwickelte sich zwischen dem 12. und 15. Jahrhundert in verschiedenen Richtungen weiter: in Violen, Gamben und Lyren. An sich gehören zu der Gruppe der Violen auch die Gamben (Viola da braccio, Viola da gamba), doch sollte man beide Formen, die den Oberbegriff Viola tragen und einerseits die Arm- und andererseits die Knie-Violen verkörpern, grundsätzlich in zwei 'verschiedene Gruppen trennen, da sie trotz der gemeinsamen Bezeichnung Violen grundverschieden sich entwickelten und für die späteren Instrumente eine durchaus verschiedene Bedeutung hatten. Die Violen (da braccio) wurden mit dem linken Arm an der Schulter bzw. unter dem Kinn gehalten, sie wurden bald viersaitig (wie die späteren Geigen-Instrumente), hatten auf dem Griffbrett keine Bünde und zeigten Schall-Löcher, die sich allmählich der späteren ff-Form der Geigen annähern.

Die Gamben wurden zwischen den Knien (wörtlich: Oberschenkeln) gespielt, sie waren sechssaitig, hatten Bünde auf dem Griffbrett, flache Böden und Decken. Sie sind stilistisch zweifellos von der Familie der Gitarren beeinflusst. Sie blieben in der Form starrer ohne große Entwicklungsmöglichkeiten und starben dann, nach Etablierung der Violin-Instrumente, aus.

Die dritte Gruppe, die sich aus der mittelalterlichen Fidel entwickelte, war die der Lyren. Sie reichten in ihren verschiedenen Größen von der Tenor- bis zur Basslage. Sie hatten auf dem Griffbrett Bünde wie die Gamben, waren meist siebensaitig, behielten die flache Wirbelplatte mit senkrechten Wirbeln von der Fidel her bei und hatten weitere, nicht zum Greifen bestimmte, neben den übrigen Saiten liegende und mitklingende "Bordunsaiten" und einen gewölbten, birnenförmigen Resonanzkasten, der sich später jedoch wieder abflachte.

Sie scheinen, zumindest in ihrem Beginn, von den Lauten beeinflusst zu sein, und haben sich später jedoch den Violen da braccio angenähert, vor allem auch, was die Entwicklung der auf die Geigenfamilie hindeutenden ff-Löcher anlangt. Deshalb ist es nicht über alle Zweifel erhaben, ob die Violine sich aus der Viola da braccio oder aus der Lira da braccio entwickelt hat. Im weiteren Sinn waren es jedenfalls die "Bratschen", die, schon lange viersaitig, durch Verkleinerung (auch im sprachlichen Sinn) das "Violino" aus sich hervorgehen ließen.

Damit war das führende und endgültige Diskant-Instrument einer neuen Gruppe, derjenigen der Geigenfamilie, geschaffen. Die Viola (oder Lira) da braccio selbst wurde die definitive Viola, das zugehörige Bass-Instrument war das Violone, und zwischen beiden steht, als "kleines Violone", das Violon cello. (Wichtig ist hier eine philologische Anmerkung: "cello" ist also nur eine Diminutivendung [gewissermaßen das "chen"] und als sprachliche Verselbständigung ein Nonsens, jedoch ist der Sprachgebrauch eingebürgert und nicht mehr abzuschaffen.) Das Violone als vergrößerte Viola entsprach zunächst der Kontrabassgambe und behielt auch als Kontrabass wichtige Merkmale der Gamben bei: den flachen Boden, der nur oben, aus Gründen der besseren Spielbarkeit, gegen den Hals zu abgeschrägt ist, und die sich allmählich verjüngende Oberform des Corpus.

Die Violen und Gamben waren also die wichtigen Streichinstrumente des 15.,16. und 17. Jahrhunderts. Sie wurden indessen nicht nur in Italien gebaut; das Hauptgebiet der Holzschnitzer (und nur Schnitzer wurden "Macher" von Streichinstrumenten) war das Alpenland mit seinen großen Holzbeständen (Tirol, Allgäu, das südliche Bayern und das nördlichste Italien). Gerade der deutsche Anteil unter den Violen- und Gambenmachern war groß und blieb es auch dann noch in Italien, als dort die Blüte des Streichinstrumentenbaus einsetzte.

Da sich die Diskantlage der Fideln nicht erhielt und die Gamben kein der hohen weiblichen Stimme entsprechendes Diskant-Instrument hervorzubringen vermochten, war die Entstehung des "Violino" aus der Lira und/oder Viola da braccio ein dringendes musikalisches Bedürfnis. Die Zeit, in der die trotz mancherlei Ansätzen bislang nicht erfolgreich gewesene Entwicklung endlich das Diskant-Instrument der Streicherfamilie hervorbrachte, war das frühe 16. Jahrhundert. Man glaubt auch den Mann zu kennen, der den entscheidenden Schritt zu dieser Entwicklung tat, auch wenn den Geigenbauern in Brescia und Cremona die Vollendung vorbehalten blieb.

Es war ein Tiroler, der über Italien nach Frankreich ging und dessen schwer auszusprechender Name sowohl in Italien als auch in Frankreich die schlimmsten Entstellungen erfuhr: Caspar Tieffenbrucker. Wie schwer den Romanen dieser Tiroler Name fiel, zeigen die verschiedenen Schreibweisen und Aussprachen; am geläufigsten wurde die Form Gaspard Duiffopruggar. Er wurde 1514 (die Angaben, die seine Geburt in das Jahr 1467 ansetzen, sind sicher falsch) in Westtirol geboren. Seine ersten Geigen fertigte er in Bologna. Diese Stadt verließ er zu einem nicht genau bekannten Zeitpunkt. Nach verschiedenen Autoren soll er nach Paris gegangen sein, was jedoch nicht belegt ist. Sicher ist, dass er die meiste Zeit seines Lebens in Lyon gearbeitet hat, wohin er um etwa 1553 gekommen ist. 1559 wurde er naturalisiert, und er starb im Jahre 1570 oder 1571.

Die wenigen von ihm nachgewiesenen Instrumente zeigen bereits die mehr oder minder endgültige Geigenform; dennoch sind nicht alle Zuordnungen sicher zu belegen. Was Tieffenbrucker anregte oder auch bereits im wesentlichen löste, übernahm dann Gasparo di Santino Bertelotti, der im Jahre 1542 in Salo geboren wurde und sich später Gaspar da Salo nannte. Er ist der erste große Meister in Brescia, wo er bereits um 1565 arbeitete. Er ist gegenüber dem sagenumwobenen Tieffenbrucker der erste Geigenmacher, von dem historisch genügend Belege vorhanden sind und von dem auch sicher zuzuordnende Instrumente existieren. Er arbeitete in Brescia bis zu seinem Tode (14. April 1609).

Betrachtet man seine Instrumente, so ist mit Händen greifbar, wie weit sich der inzwischen etablierte Geigentyp von der Gambe entfernt hat. Fassen wir die Entwicklung der Violine und ihrer größeren Geschwister noch einmal zusammen. Aus der mittelalterlichen Fidel leiteten sich mehrere Instrumentengruppen ab: die Lyren und Violen da braccio und die Gamben. Aus den Bratschen (im alten Sinn) entwickelte sich durch deren Verkleinerung das lange erwartete Diskantinstrument der Streichinstrumente: il violino. Die Violine wiederum zog die übrigen Instrumente der Geigenfamilie nach sich: die definitive, der Violine analoge Viola, den - teilweise immer noch der Gambe verpflichteten - Streichbass (Violone) und durch dessen Verkleinerung das Violoncello. 

Mit freundlicher Genehmigung der Bayer AG

 

 

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