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Durchschnittliche Bewertung von 4.7 von 5 Sternen
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Der richtige Bogen für Barockbratsche und Alt-Gambe
Das Spiel der Barockviola und der Alt-Gambae erfordert einen Bogen, der klassische Darmsaiten optimal zum Schwingen bringt und die charakteristische Artikulation der Alten Musik ermöglicht. Anders als moderne Bratschenbögen, die auf einen großen, durchgehenden Ton ausgelegt sind, erlaubt ein Barockbogen ein natürliches Atmen der Töne – mit einem weichen Ansatz, einem vollen Klang in der Mitte und einem eleganten, schnellen Verklingen.
Hölzer und renommierte Hersteller
Die Wahl des Holzes spielt eine entscheidende Rolle für Ansprache und Klangfarbe. Für Einsteiger und Umsteiger von der modernen Bratsche bieten Modelle aus Brasilholz einen preiswerten und zugleich klangschönen Einstieg. Wer höhere Ansprüche an Steifigkeit und Resonanz stellt, greift zu Streichbogen aus feinem Fernambukholz oder dem historisch sehr beliebten, hochverdichteten Schlangenholz. Wir führen Modelle renommierter deutscher Werkstätten, darunter die Bogenbaumeister Dörfler und Otto Dürrschmidt, die traditionelles Handwerk mit höchster Präzision vereinen.
Die Vorteile des Schraubfrosches
Während historische Originale oft mit einem einfachen Steckfrosch versehen waren, verfügen unsere angebotenen Modelle über einen klassischen Schraubfrosch. Dies bringt für Sie den großen Vorteil, dass die Handhabung beim Spannen und Entspannen der Bogenhaare exakt so unkompliziert und vertraut funktioniert wie bei Ihrem modernen Bogen. Gleichzeitig ist der Schwerpunkt der Bögen historisch optimiert, was die Wendigkeit für die typische Bogenführung der Barockmusik sichert.
Vergleich: Moderner Violabogen vs. Barockviolabogen
| Merkmal | Moderner Violabogen | Barockviolabogen (unsere Modelle) |
|---|---|---|
| Bogenstange | Stark konkav (nach innen gebogen) | Gerade bis leicht konvex oder schwach konkav |
| Bogenkopf | Massiv, oft schwerer Beilkopf | Leicht, elegant und spitz zulaufend |
| Handhabung (Frosch) | Moderne Mechanik, Schwerpunkt mittiger | Vertrauter Schraubfrosch, jedoch froschnaher Schwerpunkt |
| Klangideal | Viel Volumen, Sostenuto, starker Druck | Sprechend, transparent, mühelose Saitenübergänge |
Häufig gestellte Fragen (FAQ für Fortgeschrittene und Profis)
Wie unterscheidet sich die Bogenhaltung bei der Gambe von der Bratsche?
Ein entscheidender Unterschied liegt im Griff: Der Gambenbogen wird traditionell im Untergriff gehalten. Dabei regulieren die Finger (meist Mittel- oder Ringfinger) aktiv die Spannung der Bogenhaare direkt am Frosch während des Strichs. Bei der Barockbratsche wird hingegen der Obergriff angewendet. Unsere Barockbögen sind so ausbalanciert, dass sie bei der Bratschen-Haltung eine optimale Gewichtsverteilung bieten, sich aber auch hervorragend für die spezifischen Anforderungen des Gambenspiels eignen.
Welches Holz ist für den Umstieg auf die Barockbratsche am besten geeignet?
Für Streicher, die von einem modernen Instrument auf die Barockbratsche oder Gambe wechseln, ist ein Bogen aus Brasilholz eine hervorragende Wahl. Er ist preisgünstig, verzeiht leichte Ungenauigkeiten in der neuen Streichtechnik und bietet einen warmen Ton. Für den professionellen Einsatz, besonders bei schnellen, virtuosen Passagen und in Kombination mit dicken Darmsaiten, empfehlen wir jedoch Fernambuk oder Schlangenholz. Diese Hölzer haben eine höhere Eigendichte, was die Artikulation direkter, perkussiver und präziser macht.
Warum ist der Kopf beim Barockbogen meist viel leichter?
Der leichte, oft als Schwanenhals bezeichnete Kopf des Barockbogens reduziert die schwingende Masse an der Bogenspitze drastisch. Dadurch verlagert sich der Schwerpunkt deutlich in Richtung des Frosches. Dies ist historisch gewollt, da es dem Musiker ermöglicht, sehr agile, schnelle Stricharten und komplexe Akkordbrechungen ohne große Kraftanstrengung auszuführen. Ein schwerer moderner Kopf würde die feine, resonante Artikulation von Darmsaiten beim Verklingen des Tones stoppen.