Geige / Violine von Roderich Paesold (Bubenreuth ca. 1970/1980)
1.850,00 €*
Sofort verfügbar, Lieferzeit: Lieferbar (Lagerware) innerhalb 1-3 Tagen**
Produktinformationen "Geige / Violine von Roderich Paesold (Bubenreuth ca. 1970/1980) "
Ältere Geige: Roderich Paesold, Bubenreuth (ca. 1970/1980)
Bei diesem Instrument handelt es sich um eine ältere Geige aus der bekannten Werkstatt der Roderich Paesold GmbH in Bubenreuth. Die Bauweise und die handwerkliche Ausführung von Korpus, Hals und Schnecke weisen auf eine professionelle Fertigung in einer etablierten Bubenreuther Manufaktur hin. Die Schnecke ist sauber und regelmäßig gestochen, was typisch für die verlässliche Handwerkskunst dieser Region in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts ist.
Die Violine ist nach dem Modell von Antonio Stradivari gebaut. Erkennbar ist dies an der flacheren und gleichmäßigen Wölbung von Decke und Boden, den wohlproportionierten C-Bügeln sowie den schlanken, elegant geschnittenen f-Löchern. Das Stradivari-Modell wird im Geigenbau sehr häufig verwendet, da es konstruktionsbedingt eine gute Basis für einen ausgewogenen und tragfähigen Ton bietet.
Maße und Spielbarkeit
Mit einer Korpuslänge von 35,9 cm entspricht die Geige den gängigen Maßen einer 4/4 Violine. Die obere Breite beträgt 16,5 cm, die untere Breite liegt bei 20,3 cm. Die schwingende Saitenlänge (Mensur) misst exakt 32,5 cm – was dem klassischen Standard entspricht. Die genaue Einhaltung dieser Proportionen ist entscheidend für eine gute Spielbarkeit. Sie ermöglicht dem Spieler ein sauberes Greifen der Töne über alle Lagen hinweg und sorgt für eine verlässliche physische Balance, die eine direkte Ansprache des Instruments unterstützt.
Zettel, Herkunft und Erbauer
Im Inneren des Korpus befindet sich ein Zettel mit der Aufschrift: „Roderich Paesold GmbH, Bubenreuth anno 19..“. Die Firma Roderich Paesold wurde ursprünglich in Böhmen gegründet und siedelte nach dem Zweiten Weltkrieg in die Geigenbauerstadt Bubenreuth über. In der Fachliteratur wird das Unternehmen für die Herstellung solider und zuverlässiger Streichinstrumente und Bogen geschätzt. Ein beiliegendes Zertifikat des Geigenbaumeisters Walter J. Mahr datiert das Instrument auf die Zeit um 1970 bis 1980. Das Zertifikat wird bei Kauf geliefert und dokumentiert die Herkunft, das Modell und den Zustand der Violine.
Lackierung und Gebrauchsspuren
Die Geige ist mit einem dunkelbraunen Lack versehen. Das Lackbild weist eine sogenannte Antikisierung auf – das Zertifikat beschreibt dies als „dunkelbraun - imitiert“. Das bedeutet, dass die sichtbaren Schattierungen und leichten Abnutzungserscheinungen bereits beim Lackieren vom Hersteller künstlich angelegt wurden, um dem Instrument optisch den Charakter einer alten Geige zu verleihen. Darüber hinausgehende, echte Gebrauchsspuren fallen sehr gering aus. Dieser gute Zustand deutet darauf hin, dass die Geige in der Vergangenheit mit großer Sorgfalt und Achtsamkeit behandelt wurde.
Klang und Setup
Das Stradivari-Modell legt den Grundstein für einen ausgeglichenen Klang. Um diesen zu formen, ist die Geige mit Saiten der Marke Warchal Ametyst ausgestattet. Diese Saiten mit Synthetikkern zeichnen sich durch einen warmen, reinen und fokussierten Ton aus. Sie wirken sich klanglich so aus, dass sie eventuelle Schärfen im Ton abmildern und die dunkleren, weicheren Nuancen des Instruments betonen.
Das Setup der Violine besteht aus gut aufeinander abgestimmten Komponenten: Wirbel und Griffbrett sind aus beständigem Ebenholz gefertigt, der Kinnhalter besteht aus hellem Buchsbaumholz. Ergänzt wird die Ausstattung durch einen Wittner Saitenhalter mit vier integrierten Feinstimmern, der ein leichtes und präzises Stimmen aller Saiten ermöglicht.
Für wen ist diese Violine geeignet?
Das Instrument eignet sich für fortgeschrittene Schüler, Studenten und engagierte Amateure, die eine zuverlässige ältere Geige für das tägliche Üben, das Spiel im Orchester oder im Ensemble suchen. Der Spieler erwirbt hier ein solides, gut eingerichtetes Instrument aus Bubenreuther Fertigung, das sich in einem gepflegten Zustand befindet und dank des Wittner Saitenhalters und der Warchal Saiten einen hohen Spielkomfort bietet.
Häufig gestellte Fragen (FAQ)
Was besagt das beiliegende Zertifikat?
Das Zertifikat wurde von dem öffentlich bestellten und vereidigten Sachverständigen und Geigenbaumeister Walter J. Mahr ausgestellt. Es bestätigt wesentliche Merkmale wie das Modell, die Herkunft (Roderich Paesold, Bubenreuth) sowie das geschätzte Alter (ca. 1970/1980) und bescheinigt den guten Zustand. Das Zertifikat wird bei Kauf geliefert.
Woran erkenne ich, dass die Geige nach Stradivari gebaut ist?
Die Orientierung an Antonio Stradivari zeigt sich bei dieser Geige vor allem in den Umrissen, der eher flachen Holzwölbung und der spezifischen Form der f-Löcher. Diese Bauweise zielt traditionell auf einen klaren und ausgewogenen Klang ab.
Warum wurden Warchal Ametyst Saiten gewählt?
Warchal Ametyst Saiten haben einen Synthetikkern und fördern einen reinen, warmen Klang. Sie eignen sich gut, um dem Instrument einen weicheren, runderen Ton zu verleihen und die Ansprache zu erleichtern.
Was bedeutet der imitierte Lack?
Ein imitierter oder antikisierter Lack bedeutet, dass der Hersteller beim Lackieren bewusst Schattierungen und scheinbare Abnutzungsstellen eingearbeitet hat. So erhält das Instrument ab Werk die ästhetische Anmutung einer viel gespielten, älteren Geige.
| Größe: | 4/4 |
|---|---|
| Modell: | Stradivari |
| Klangcharakter: | Warm, Reif, Kraftvoll, Kernig |
| Entstehungszeit: | nach 1950 |
| Herkunftsgebiet: | Deutschland |
| Herstellerangabe: | Roderich Paesold GbR Egerlandstr. 38 D-91083 Baiersdorf; paesold@paesold.com |
Anmelden